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{Rezension} Die Schattensurfer


Titel: Die Schattensurfer || Autor: Hubert Wiest

Verlag: Lomoco Publishing (Eigenverlag)

Seitenzahl: 385 // 460

Preis: 3,99€ // 13,99€

Format: ebook // Taschenbuch 

Das Geheimnis ist eine der größten geistigen Errungenschaften der Menschheit. -Georg Simmel, 1907 (Kapitel 1, Seite 6)

Luan ist ein Programmiergenie, ein Waisenkind und ausgeschlossen von seiner Kristallprüfung. Mit Bestehen der Kristallprüfung wird man Mitglied bei RUHL, einer Gemeinschaft, der man alle seine Gedanken zur Verfügung stellt. Natürlich nur, damit alle davon profitieren können. Luan reißt aus dem Heim aus und gerät dabei an Kalawesi, einen Vergnügungsparkbesitzer, der ihn in die Schattenstadt schmuggelt. Dort, hinter der verbotenen Mauer, leben die Schattensurfer. Das sind Kinder wie Luan, die Fahrgeschäfte für Kalawesis Park programmieren. Außerdem trifft Luan dort auf sein großes Idol, den Superprogrammierer Marc Bodin, der ebenfalls für den Park programmiert.

Auch Sansibar steht kurz vor ihrer Kristallprüfung, als ihr langsam Zweifel am System kommen. Sie möchte Geheimnisse behalten dürfen, vor allem die Erinnerungen an ihre verschwundene Mutter möchte sie mit niemandem teilen. Mit Luans Hilfe flüchtet sie vor ihrer Prüfung in die Schattenstadt. Doch RUHL gibt nicht auf. RUHL hat viele Verbündete, die vor nichts, und schon gar nicht vor Bestechung, zurückschrecken.

So sind Sansibar und Luan gezwungen sich zu entscheiden. Kämpfen oder Teil des Systems werden?


Die Geschichte um Luan, Sansibar und RUHL lässt sich wirklich gut lesen. Da das ganze in der Zukunft spielt, gibt es natürlich viele unbekannte technische Begriffe und Geräte. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich  aber daran und bekommt auch spätestens ein paar Kapitel weiter eine genauere Erklärung.

Zwischendrin findet man immer wieder eine Verbindung zur heutigen Zeit, sodass man sich oft fragt, wie weit wir eigentlich von dieser „fiktiven" Vorstellung entfernt sind. Das Buch hat also schon etwas über die heutige Problematik der Sozialen Netzwerke etc. zu sagen.

Die Charaktere sind gelungen, obwohl ich einige Handlungen nicht richtig nachvollziehen konnte. Es fehlt hier und da vielleicht ein Funken Logik, doch da muss man dann einfach drüberweglesen. Dafür trumpft die Geschichte mit ein paar überraschenden Wendungen auf.

Der Schreibstil ist passend für ein Kinder-/Jugendbuch. Eingeteilt in kurze Kapitel, kommt man schnell mit der Geschichte voran. Ein hohes Tempo, bedingt durch kurze Sätze und viele neue Ereignisse, zieht sich durch das gesamte Buch. 

Wenn man liest, braucht man eine große Portion Phantasie, um sich alles vorstellen zu können, aber dann eröffnet sich eine völlig neue Welt. Gut gefallen haben mir vor allem die vielen kleinen Details, die die Geschichte lesenswerter machen. Außerdem gibt es eine Menge Szenen, die wirklich witzig sind.

Wenn man das Buch liest, als das, was es ist, findet man bestimmt Gefallen daran. Denn auch für mich ist es kein AllAge-Buch. Das heißt, Eltern die das Buch lesen, sollten nicht zu viel hinterfragen und dann enttäuscht sein. Ansonsten sorgen „Die Schattensurfer" aber für spannende und spaßige Unterhaltung. Buchempfehlung für Kinder/Jugendliche, besonders Jungs, wurde hiermit ausgesprochen.

So und ich mache mir jetzt erstmal einen großen Berg Blaubeerpfannkuchen. ;)


Kommentare:

  1. Huhu :)
    Vielen lieben Dank für deine liebe Kommentare auf meinem Blog. :) Ich kann die Komplimente nur zurück geben. :) Mir gefällt es hier so gut, das ich mich häuslich niedergelassen habe und ab sofort öfter mal vorbei schauen werde. :)
    Schöne Rezi hast du da geschrieben. Leider sagt mir der Inhalt von Buch allerdings nicht so zu. :(
    Hab eine schöne Woche.
    GLG
    Kitty ♥

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  2. Oh, das freut mich! Und gerne :) Demnächst ist bestimmt was für dich dabei :) Wünsche dir auch noch eine schöne Woche!
    Liebe Grüße

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